Lernwerkstattschule

Im allgemeinen Verständnis ist eine Lernwerkstatt ein besonderer Raum in einer Schule, der einem bestimmten Gebiet gewidmet ist, z. B. eine Geometriewerkstatt oder eine Heimat- und Sachunterrichtswerkstatt. Dieser Raum wird dann in bestimmten Abständen von den einzelnen Klassen aufgesucht und zum Lernen benutzt. Im Idealfall geschieht dies mindestens wöchentlich einmal. Uns war das allerdings zu wenig. Wir wollten eine Lernwerkstatt in unseren alltäglichen Unterricht integrieren. Daher haben wir kurzerhand aus unseren Klassenzimmern Lernwerkstatträume gemacht und diese verschiedenen Unterrichtsbereichen gewidmet. So haben wir eine Geometriewerkstatt, ein Lese- und Schreibatelier, ein Grammatik- und Rechtschreiblabor und ein Matheforscherzimmer. In diesen findet zwei Mal in der Woche für jeweils zwei Stunden Lernwerkstattunterricht statt. D. h. alle Kinder arbeiten jahrgangsgemischt von Klassenstufe 1 bis 4 in diesen Zimmern. Immer, wenn sie eine Aufgabe abgeschlossen haben, können sie das Zimmer wechseln oder auch in der Aula arbeiten, wie es für die Schüler am besten passt. Am Ende werden die Arbeitsergebnisse kontrolliert und als Grundlage für weitere Aufgaben hergenommen. Diese Form des Unterrichts bietet unendliche Differenzierungsmöglichkeiten, so dass die Lehrkräfte auf die Stärken und Schwächen der Schüler besser eingehen können. Besonders sinnvoll ist auch, dass die Kinder ihren eigenen Lernprozess in die Hand nehmen und so lernen, selbstverantwortlich zu handeln und immer wieder zu reflektieren, was sie auf ihrem weiteren Lernweg an Unterstützung brauchen. Die Lehrkräfte werden in diesen Werkstattphasen zum Lernbegleiter, zum Coach, der die Kinder in ihrem Lernprozess unterstützend zur Seite steht. Für die Schule ist die Arbeit mit dem Aufbau der Werkstätten in Deutsch und Mathematik noch nicht zu Ende. Immer wieder müssen die Aufgaben evaluiert, Leistungsmessungen überprüft und angepasst werden, natürlich alles in Abstimmung mit dem Lehrplan Plus der bayerischen Grundschulen. Weiterhin soll der Werkstattunterricht auf das Fach Heimat- und Sachunterricht ausgeweitet werden. Der Schulentwicklungsprozess ist also noch lange nicht am Ende...


           Flexible Grundschule

Aufgrund der äußerst positiven Ergebnisse des Schulversuchs "Flexible Grundschule", der federführend von der Stiftung Bildungspakt Bayern durchgeführt wurde, haben wir uns entschlossen, dieses Konzept auch in unserer Schule umzusetzen.

Und darum geht es:

  • Erhebung der Lernausgangslage mittels eines computerbasierten Verfahrens
  • Jahrgangsgemischte Klassen
  • Flexible Verweildauer von 1 bis 3 Jahren in den Jahrgangsstufen 1 und 2
  • Lernrückmeldung u. a. mittels eines dokumentierten Lernentwicklungsgespräch statt des Zwischenzeugnisses
  • Leistungserhebung durch Portfolioarbeit, Lerntagebücher, Lernlandkarten, etc.
  • Anknüpfen an vorschulische Bildung und Erziehung
  • Enge Kooperation in Bildungs- und Erziehungsfragen mit den Eltern
  • Individualisierende Lernangebote auf der Basis eines gemeinsamen Themas

 

Für weitere Informationen: 

 


Lernentwicklungsgespräche

Unsere Schule hat sich in diesem Schuljahr auf einen neuen Weg gemacht und zum ersten Mal anstatt der bekannten Zwischenzeugnisse dokumentierte Lernentwicklungsgespräche in den Klassen 1 bis 3 abgehalten. Alle Beteiligten waren einhellig der Meinung, dass diese Gespräche eine Bereicherung für unsere Kinder darstellen, da in einer entspannten Atmosphäre über Stärken, aber auch über noch "Ausbaufähiges" gesprochen wird. Aufgrund der durchwegs positiven Erfahrungen werden wir auch im neuen Schuljahr an diesem Konzept festhalten.

 

Doch wie funktioniert das Konzept eigentlich?

 

In den Gesprächen, die 30 Minuten nicht überschreiten sollten, kommen Schüler, Eltern und Klassenlehrkraft zusammen und sprechen miteinander über den aktuellen Lern- und Leistungsstand des Kindes. Im Dialog der Lehrkraft mit Ihrem Kind können insbesondere Stärken hervorgehoben und individuelle Entwicklungspotentiale in einer kindgemäßen Sprache und in einer sehr persönlichen Atmosphäre aufgezeigt werden. Gemeinsam mit dem Kind werden praktikable Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt und (gegebenenfalls) Schwerpunkte gesetzt. Am Ende wird ein konkretes und kindgerechtes Ziel formuliert, um das künftige Lernen gemeinsam zu optimieren. Die Ergebnisse des Lerngesprächs erhalten die Kinder am Zeugnistag in schriftlicher Form.

 

Um diese Gespräche optimal vorzubereiten, erhält das Schulkind nach den Weihnachtsferien einen Bogen, den es zusammen mit den Eltern ausfüllt und vor dem Gespräch an die Klassenlehrkraft zurückgibt. Die Lehrkraft verfügt über einen identischen Bogen und füllt diesen ihrerseits aus. Beim Termin werden dann beide Bögen auf Unterschiede verglichen, die dann besprochen werden können. Den Gesprächstermin teilt die Klassenlehrkraft nach Absprache mit den Eltern individuell zu. Diese Termine finden ab Ende Januar bis Mitte Februar statt. Idealerweise kann am eigentlichen Zeugnistag somit der Lernentwicklungsgesprächsbogen ausgeteilt werden.


              Umweltschule

Unsere Schule wird bereits seit 2009 jährlich mit der Auszeichnung "Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule" geehrt. Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die sich besonders für die Umwelt, den Naturschutz und auch soziale Projekte engagieren.